Dienstag, 25. April 2017

Kleine Maus

Kleine Maus musste Jesse die Kneipe im Eingangsbereich des Supermarktes nennen, weil Klaus Meine sich über die ursprüngliche Namensgebung beschwert hat. Die Songs von den Scorpions spielt er trotzdem rauf und runter. Wie seine Freundin Mona aussah, wenn sie glücklich war, daran erinnert er sich noch. Auch seine Jugend in Hamburg Rahlstedt ist ihm immer gegenwärtig. Seine Eltern hatten sich getrennt, genauer gesagt, die Mutter hat den Vater verlassen. Seine Elvis-Imitationen waren auch irgendwann nicht mehr attraktiv. Vielleicht waren sie es nie. Jesse war jedenfalls froh, nach Langenhagen abhauen zu können. So wurde er auch seinen Zwillingsbruder Aaron los.

Ist er ihn tatsächlich los? Nach vier Jahren als Kneipenwirt in der Einöde in der Nähe Hannovers sind Jesses Gedanken von Angst bestimmt. Will Aaron ihm sein Leben wegnehmen, seine Freundin? Oder entspringt vieles doch seinen alkoholbestimmten Phantasien. An manche Ereignisse erinnert er sich nicht so genau, etliches verschwimmt im Ungewissen. Mona war schon lange nicht mehr glücklich. Und die dauernde Berieselung mit den Liedern der Scorpions ist auch nicht immer leicht zu ertragen, auch wenn er sich diesen Teil selbst ausgesucht hat.

Etwas düster und klaustrophobisch ist die Stimmung, die beim Lesen dieses Romans entsteht. Neben einigen witzigen Nebenideen, die trotz der trüben Grundstimmung, zu einem Lächeln einladen, ist dieser Roman doch von der Unsicherheit und dem Alkoholismus seines Protagonisten geprägt. Seine traurige und einsame Kindheit, die Jugend mit der Trennung der Eltern. Und auch die Loslösung von dieser Vergangenheit wirkt schwierig. Man möchte ihm helfen, ihm sagen, befreie dich von deinem Ballast. Doch so recht will es nicht gelingen. Eher schafft es Jesse, den Leser mit seinen trüben Gedanken zu beschäftigen und sich der Frage zu widmen, inwieweit er vielleicht krank ist und professioneller Hilfe bedarf. Je weiter die Lektüre voranschreitet, desto mehr sperrt man sich gegen die vorgestellten Personen. Mit Mut lässt der Autor einiges offen, so dass es dem Leser überlassen bleibt, sich vorzustellen welches weitere Schicksal Jesse beschieden ist. 


3,5 Sterne (🐳🐳🐳+)

Superbuhei von Sven Amtsberg
ISBN: 978-3-627-00234-3



Sonntag, 23. April 2017

Sandberg

William Sandberg hält es in seinem Leben nicht mehr aus, seine Tochter ist gestorben, er ist geschieden, er versucht, sich umzubringen. Er kann gerettet werden und er verschwindet. Seine Ex-Frau Christina, eine Journalistin, macht sich auf die Suche nach ihm. An dem Ort, an den er gebracht wird, trifft er Janine Haynes, die bereits seit mehreren Monaten an dem verwunschenen Ort ist. Beide sind Wissenschaftler und in kleinen Einzelteilen erfahren sie, aus welchem Grund sie in diese abgelegene Anlage gebracht wurden. Es wurde eine Nachricht gefunden, die entschlüsselt werden soll. Unbekannt ist, wer die Nachricht verfasst hat und welchem Zweck sie dient.

Der eigentlich lebensmüde William Sandberg merkt in einem Moment wie sehr er doch noch am Leben hängt. Die tatsächliche Lebensgefahr bringt ihn zum Nachdenken und er beginnt, hart an der verlangten Aufgabe zu arbeiten. Die viel jüngere Janine steht ihm als Wissenschaftlerin in nichts nach und gemeinsam finden sie unglaubliche Hinweise über die Bedeutung der Nachricht. Von ihren Entführern erfahren sie weitere Zusammenhänge, die beinahe unglaublich sind. Erst als ihnen die Labore gezeigt werden, in denen frühere Wissenschaftler ihre Forschungen durchgeführt haben, wird ihnen die ganze Tragweite der Sache bewusst.

Ein fesselndes Szenario breitet Fredrik T. Olsson in seinem Roman aus. Schnelle Wechsel zwischen den verschiedenen Orten, immer unheimlichere Begebenheiten, schreckliche Bedrohungen geben der Handlung eine Geschwindigkeit, die kaum auszuhalten ist. Als Buch wäre man sicher geneigt, das Buch nach dem Aufschlagen der ersten Seite nicht mehr aus der Hand zu legen, weil man es einfach nicht abwarten kann, zu erfahren wie es weitergeht. Wahrscheinlich lag es in der Absicht des Autors, einige Fragen ungeklärt zu lassen. Doch die dargestellten Ereignisse nehmen einen so furiosen Verlauf, dass man kleine Unstimmigkeiten schnell verzeiht. 


Das hier vorliegende ungekürzte Hörbuch hervorragend vorgetragen von Uve Teschner macht es schon aufgrund der Länge doch ab und zu notwendig, eine Pause einzulegen. Doch nach jedem Absetzen ist man schnell wieder in der Handlung und die Neugier und die Spannung bleiben bis zum Schluss erhalten.

4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Der Code von Fredrik T. Olsson
ISBN: 978-3-869-52243-2


Samstag, 22. April 2017

Sechzehn, endlich

Im Jahr 1985 bekommt Renés Vater die Gelegenheit zu einer Konferenz in die Schweiz zu reisen. Sieben Wochen soll er weg sein, fast die ganzen Ferien. Zum erstem Mal ist René alleine, seine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben und seitdem müssen sein Vater und er das Beste daraus machen. Im Osten Berlins zieht René mit seinen Freunden durch die Gegend, mit Walkman und schwarzen Klamotten. Gleich am ersten Tag erlebt René eine Enttäuschung, denn kaum einer scheint an seinen Geburtstag gedacht zu haben. Seine Freunde sind aber doch nicht die schlechtesten, denn am nächsten Abend bekommt er in der Disco ein richtig schön peinliches Ständchen.

Da wäre man doch gerne mal wieder sechzehn. Man sucht nach dem „Hell of a Summer“ und zu den Klängen der Triffids schwelgt man in den eigenen Erinnerungen und genießt die Lektüre. Da hingen sie im Osten genauso vor dem Radio, um die heißesten Hits aufzunehmen wie im Westen. Es wurden schwarze Klamotten getragen und die Haare aufgestellt, man hörte The Cure und Sisters of Mercy. Man ging in die Disco und hing mit Freunden ab. Und dann dieser erste Sommer ohne, ohne Vater, ohne Pflichten. Wie René sich treiben lässt, die Höhen und Tiefen der ersten Liebe durchmacht. Wie die Zeit gleichzeitig schnell und langsam vergeht, träge, langweilig und doch schön. Und wie er das Mädchen ohne Namen fast verliert. 


Der Sommer einer Jugend, eine Jugend im Sommer. Die Qualität eines Sommers, die man in der Jugend kaum erkennt und zu schätzen weiß. Ein Sommer, der in der Erinnerung einer der schönsten werden wird. Zeilen, die vorbeifliegen und eine Erinnerung zurücklassen, die ebenfalls eine der schönsten werden wird.

4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Skizze eines Sommers von André Kubiczek
ISBN: 978-3-87134-811-2


Freitag, 21. April 2017

Lebenslicht

Es ist aus, Bens Lebenslicht ist aus. Obwohl Kristina Mahlo als analytische Nachlassverwalterin sich normalerweise nicht von so etwas leiten lässt, ist sie doch sehr erschrocken. Die Kerze gab ihren Eltern Hoffnung, dass der damals 24jährige Ben, der seit sechs Jahren verschwunden ist, noch am Leben sein könnte. Verstohlen zündet sie die Kerze wieder an. Das kann kein Omen sein. Kurz darauf wird sie mit einem sehr eigenwilligen Testament zur Verwalterin eines nicht unbeträchtlichen Nachlasses eingesetzt. Die Erben sollen ihr Erbe nur dann antreten können, wenn Kristina nachweist, dass sie nicht der Mörder eines vor sechs Jahren umgebrachten Journalisten sind.

Welch eine ungewöhnliche letztwillige Verfügung. Kristina zögert, den Auftrag überhaupt anzunehmen. Doch dann taucht ein Hinweis auf ihren Bruder auf. Sollte die Chance bestehen, sein Schicksal endlich zu klären. Diese Möglichkeit kann Kristina einfach nicht außer acht lassen und sie beginnt, sich mit dem Nachlass zu beschäftigen. Die Erben sind dabei nicht eben hilfreich, ihnen geht es nur darum, möglichst schnell an die nicht unbeträchtliche Erbmasse zu gelangen. Doch Kristina ist eine, die ihre Aufträge erfüllt und die Sache erst freigibt, wenn alle Zweifel ausgeräumt sind. Und in diesem Fall hat sie ihr besonderes ureigenstes Interesse.

Diese erste Nachlass-Sache Kristina Mahlos, von der die Autorin Sabine Kornbichler berichtet, ist gleich eine sehr persönliche. Das ungeklärte Verschwinden ihres jüngeren Bruders hat die ganze Familie außerordentlich verändert. Die Eltern haben sich getrennt, Kristina hat ihr Jura-Studium geschmissen und ist zu ihren Eltern in das Randgebiet Münchens gezogen. Und ihrer aller Leben ist irgendwie auf Halt gestellt. Einen solchen Verlust kann man nicht einfach verwinden, schon garnicht, wenn völlig unklar ist, was geschehen ist. Und nun die Erblasserin, deren Mann zwar als Mörder des Journalisten verurteilt wurde, an dessen Unschuld sie aber nie gezweifelt hat. Zwei Sachen, die so unterschiedlich scheinen, dass ein Zusammenhang sehr unwahrscheinlich wirkt. Und dennoch, was wäre wenn und wie könnte es sein. Diese Frage packt einen. Man wird in die tragische Familiengeschichte Kristinas hineingezogen, grübelt, bangt und hofft. 


Ermittlungen in einem ungewöhnlichen Rahmen mit viel Drive, überraschend und fesselnd.

4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Das Verstummen der Krähe von Sabine Kornbichler
ISBN: 978-3-492-30203-6


Donnerstag, 20. April 2017

Spritzenphobie

Ihre Spritzenphobie hindert die Zahnärztin Dr. Leocardia Kardiff keineswegs an der Ausübung ihres Berufes. Sie geht nur in die Hypnosetherapie zu Herrn Sharif El Benna. Nach einer Sitzung kann nicht einmal der Gedanke an eine Spritze sie schocken. Anders sieht es allerdings aus als sie nach ihrer wöchentlichen Stunde die offene Tür der Nachbarwohnung entdeckt und nicht anders kann als diese zu durchschreiten. Auch eine Ärztin ist nicht dagegen gefeit beim Anblick eines Mordopfers einen gehörigen Schock zu erleiden. Und genau ein solcher Anblick bietet sich Dr. Leo nach ihrem Betreten der Wohnung neben der Praxis ihres Therapeuten.

Wieso bringt man denn eine vornehme alte Dame um? Das geht doch irgendwie nicht und dann noch so brutal. Sogar die Zahnbrücke wurde dem Opfer aus dem Mund gebrochen. Gerade das letzte Detail weckt Leocardias Neugier noch mehr als es eh schon der Fall ist, berufsbedingt. Als die Polizei dann nach ihrer Aussage noch einmal in ihrer eigenen Gemeinschaftspraxis auftaucht, stellt sich heraus, dass die Verstorbene Patientin ihres Seniorpartners war. Neben dem Bohren kann Leo auch das Denken nicht lassen, dass sie dabei der Polizei ins Handwerk pfuscht, ist ihr eigentlich ziemlich egal. Der ermittelnde Kommissar ist schließlich ziemlich sympathisch, der wird ihr wohl nicht dazwischen funken.


Ziemlich gut kann man sich bei der Lektüre das Kreischen des Bohrers vorstellen oder das Knirschen und Knarzen, mit dem sich ein Zahn beim Verlassen des Kiefers verabschiedet. Die humorige Krimihandlung, in deren Verlauf sich die freche blondgelockte Zahnärztin Mitte vierzig daran begibt, schlauer zu sein als die Polizei erlaubt, bildet einen ausgesprochen angenehmen Kontrast dazu und lässt den nächsten Zahnarztbesuch fast in einem milden Licht erscheinen. Dr. Leocardia Huberta Kardiff ist nicht nur mit einem außergewöhnlichen Namen beglückt, hat ihre Phobie soweit bekämpft, dass sie bei der täglichen Arbeit ihren Mann bzw. ihre Frau steht, beschäftigt ihre grauen Zellen mit den Überlegungen zu einem grausamen Mord und unterhält und fesselt damit die Leser, denen durch das Cover angelockt beim Gedanken an den Zahnarzt zunächst ein Schauer überläuft, nur um nach dem Aufblättern der ersten Seiten an den selbigen hängen zu bleiben im Versuch, den Fall zu lösen.

4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Tote haben kein Zahnweh von Isabella Archan
ISBN: 978-3-95451-776-3


Dienstag, 18. April 2017

Benner

Martin Benner und Lucy Miller führen erfolgreich eine Anwaltskanzlei in Schweden. Sie müssen nicht jeden Auftrag annehmen. Als Bobby Tell im Büro auftaucht und Martin bittet, den Fall seiner Schwester zu übernehmen, ist Martin eher abgeneigt. Denn Sara Texas wurde beschuldigt, fünf Menschen umgebracht zu haben und nach einem Geständnis ist sie geflüchtet und hat sich umgebracht. Wer sollte also ein Interesse haben, den Fall wieder aufzurollen. Doch Bobby schafft es, Martin zu überzeugen, dass es da doch etliche Ungereimtheiten gibt, die weder die Polizei noch den ehemaligen Verteidiger veranlasst haben ordentlich zu ermitteln. Martins Neugier ist geweckt und er übernimmt die Sache.

Dieser Martin Benner ist schon ein wenig speziell. So leicht war es für ihn nicht, ohne Vater aufzuwachsen. Und auch sein Aufenthalt in Amerika hat nicht zu einem besseren Verhältnis zum Vater geführt, aber immerhin hat er dort eine Polizeiausbildung genossen. Aber immerhin ist er als Anwalt erfolgreich und Sympathiepunkte sammelt er ungemein damit, dass er seine kleine Nichte adoptiert hat, deren Eltern verstorben sind. Die vierjährige Belle erdet ihn manchmal, doch häufig ist Martin ein Hansdampf in allen Gassen. Wenn Martin allerdings eins geschafft hat, so glaubt er wenigstens, ist es, seiner Herkunft zu entkommen. 

Mit geradlinigen Worten erzählt Martin seine Geschichte, manchmal drückt er sich dabei sehr unanwaltlich deutlich aus. Und so muss man sich an seine Sprache etwas gewöhnen. Gut kann man mitverfolgen, wie er sich immer mehr in die Nachforschungen verbeißt. Sieht es zunächst so aus als sei die Schuld der Sara Texas erwiesen, kommen nach und nach Zweifel an der offiziellen Geschichte auf. Doch reicht das, um Bobbys Schwester rehabilitieren. 


Sie Autorin Kristina Ohlsson betritt mit „Schwesterherz“ Neuland. Mit Martin Benner und Lucy Miller stellt sie ein neues Duo vor, das sehr ungewöhnlich und dennoch sympathisch wirkt. Allerdings sollte man sich die hintere Klappe des Buches einmal genau anschauen. Dort wird nämlich darauf hingewiesen, dass es sich um eine zweiteilige Serie handelt. Man merkt demgemäß der Handlung auch an, dass sie in diesem ersten Band (der zweite erscheint am 13.06.2017) noch nicht auserzählt ist. Zum Glück erscheinen die beiden Bände in relativ kurzem Abstand, so dass man in Kürze selbst entscheiden kann, ob es nicht mehr Sinn macht, die Bücher direkt nacheinander zu lesen. Davon abgesehen fesselt diese Suche nach der Wahrheit sehr und bereits in diesem ersten Teil der Beschreibung der Ereignisse deutet sich ein unglaubliches Verbrechen an, von dem man nicht glauben mag, dass es im Bereich des Möglichen liegt. Im beschaulichen Schweden können schließlich keine amerikanischen Verhältnisse herrschen, oder? Das wird hoffentlich im Folgeband zu erfahren sein.

4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Schwesterherz von Kristina Ohlsson 
ISBN: 978-3-8090-2663-1




Montag, 17. April 2017

Seefestung

Nach seinem letzten Fall ist Dr. David Hunter gewissermaßen in Ungnade gefallen. Seine Dienste als forensischer Anthropologe werden von der Polizei kaum noch angefragt, möglicherweise ist sein Job in Gefahr. Das scheint sich allerdings noch nicht zu den Beamten herumgesprochen zu haben, die in einem Leichenfund ermitteln sollen. Hunter, der eigentlich zu einer Party eingeladen ist, auf die er keine Lust hat, nutzt diese willkommene Ausrede, um zumindest einen Umweg in die Backwaters und das kleine Städtchen Cruckhaven zu machen. Wie ihm gesagt wurde, ist sein Navi in der Gegend nicht sehr nützlich, trotzdem schafft er es rechtzeitig, um sich mit der Polizei zum Fundort der Leiche zu begeben.

Es scheint wie so oft alles ganz einfach zu sein. Ein so wie es heißt etwas durchgedrehter Sohn reicher Eltern wird seit einigen Wochen vermisst und sein Vater identifiziert die Kleidung des Toten als die seines verschwundenen Sohnes. Doch etwas nagt an David Hunter und in Gedanken versunken verfährt er sich in dem unwegsamen Gelände des von Prielen und Kanälen durchzogenen Marschlandes. Gerettet wird er letztlich durch die Mitglieder der Familie einer jungen Frau, die seit Monaten abgängig ist. Hier wird Hunter nicht sehr freundlich aufgenommen, denn die Familie wartet immer noch auf Nachricht und befürchtet, jeder Fremde könnte der Überbringer schlechter Nachrichten sein.


In seinem fünften Fall wird Dr. David Hunter wieder in eine ihm unbekannte Gegend gerufen, Marsch- und Wattland, Priele und Kanäle, Seefestungen, raue Seeluft und unwegsames Gelände bilden einen Hintergrund, der den Leser einlädt selbst ein wenig nachzuforschen, in was für eine Landschaft die Handlung hineingeschrieben wurde. Eine Kleinigkeit nur wirkt nicht passend und schon stellt sich der Leichenfund in einem anderen Zusammenhand dar als zunächst geglaubt. Angespannt verfolgt man nach, ob die nächsten Schlüsse zur Aufklärung führen. Nachdem jedoch immer neue Hinweise auftauchen gestaltet sich die Sache immer rätselhafter. Und so langsam merken auch die örtlichen Beamten, dass Hunters Ansehen gelitten hat und seine frisch geknüpfte Verbindung zu der Familie der Verschwundenen machen ihn eigentlich befangen, so dass er eigentlich aus den Ermittlungen herausgehalten werden müsste. Wären da nicht seine Spürnase, seine Erfahrung und Abwimmeln lässt er sich einfach nicht. Tief taucht man ein in eine Geschichte, die mit überraschenden Wendungen und einem tollen Setting überzeugt.

4,5 Sterne (🐳🐳🐳🐳+)

Totenfang von Simon Beckett
ISBN: 978-3-8052-5001-6