Mittwoch, 22. Oktober 2014

Das Beste kommt zum Schluss

Als Jugendliche habe Sarah ein Martyrium überlebt. Sie wurde von einem Psychopathen mit einigen Leidensgenossinen drei Jahre  lang in einem Keller gefangen gehalten. Damals konnte sie fliehen, doch die schrecklichen Ereignisse hat sie nie verwunden. Noch jetzt zehn Jahre später, verlässt sie ihre gut gesicherte Wohnung so gut wie nie und empfängt auch nur selten Besuch. Doch nun soll ihr Peiniger auf Bewährung frei kommen. Sarah will alles tun, um das zu verhindern  und dazu muss sie ihre Wohnung verlassen.

Nach und nach muss Sarah sich wieder in der Welt zurechtfinden. Dazu sucht sie die Orte des damaligen Geschehens auf. Sie muss sich der Vergangenheit stellen. Einer der wenigen, der ihr helfen kann, ist der Polizist Jim, der sie jetzt auch zu der Anhörung des Täters bringen will. 

Zunächst in ruhigen Worten entwickelt sich die Geschichte. Die drei jungen Frauen, die damals überlebt hatten, fühlen zunächst keine großen Gemeinsamkeiten. Die beiden anderen wollen sich nicht einmal mit Sarah treffen. Nur Tracy soll auch zu der Anhörung kommen. Am schlimmsten nagt an Sarah jedoch, dass sie nie erfahren hat, was wirklich mit ihrer Freundin Jennifer geschehen ist. Vieles bleibt im Buch ungesagt, die Zeit der Peinigungen wird in Erinnerungen erzählt, was bei dem, was angedeutet wird, wahrscheinlich auch besser ist. Die Geschichte ist spannend, aber in einigen Momenten für einen außenstehenden Leser einfach nicht nachvollziehbar, denn wer würde sich freiwillig in eine offensichtliche Gefahrensituation begeben, wenn er doch die Unterstützung der Polizei in Anspruch nehmen kann. Zum Ende allerdings wartet das Buch doch mit einen Überraschungen auf, die der Handlung eine Wende geben und den Leser packen.

Bei Hörbüchern kann man manchmal schon nach den ersten Sätzen sagen, das ist was oder eher nicht. Hier bleibt man etwas zwiegespalten, denn bei den beschreibenden Passagen wirkt die Lesung etwas flach irgendwie unbetont, so dass es manchmal etwas Mühe bereitet, dem Geschehen zu folgen. Werden jedoch Gespräche geführt, ist die Interpretation der Vorleserin zu erkennen und gut nachzuvollziehen. Gefühle der Personen scheinen von der Vortragenden beinahe mitempfunden, was die Zuhörer schon mitreißen kann.


Eine etwas durchwachsene Hörerfahrung, wobei es nicht ganz sicher ist, ob die Lektüre der Printausgabe zu einem anderen Ergebnis geführt hätte. Das Ende ist allerdings wirklich packend, könnte allerdings auch wieder auf einen Serienstart hindeuten.

Danach von Koethi Zan (Hörbuch)
ISBN: 978-3-839-81229-7

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