Donnerstag, 9. Oktober 2014

Väterchen Frost



Bei einer archäologischen Grabung in der Nähe von Jekaterinburg findet Dr. Linda Pawlow im Permafrostboden eine gut erhaltene Frauenleiche, die ein Medallion in der Hand hält. Diese Spur führt sie nach Irland zu einem alten Mann namens Michail Jakow, mit dem sie bereits Briefe ausgetauscht hat. Als sie ihm das Schmuckstück zeigt, beginnt er, eine unglaubliche aber seiner Ansicht nach plausible Geschichte zu erzählen. Eine Historie, um die letzten Wochen der Familie Romanow, des letzten Zaren. Gefangen und in steter Bedrohung leben diese. Kann es in letzter Minute eine Rettung geben. Jedenfalls startet das britische Königshaus, mit dem die Romanows verwandt sind, eine spektakuläre Rettungsaktion.

Fesselnd beschreibt der Autor wie die Teilnehmer der Aktion an den verschiedensten Orten rekrutiert werden, Abenteurer, Revolutionäre, Militärs. Sie alle haben verschiedene Gründe, ihre Teilnahme zuzusichern oder müssen auch erst mit sanfter Gewalt überzeugt werden. Doch auch der russische Geheimdienst schläft nicht und versucht alles die Verschwörung zum Scheitern zu bringen.


Zwar deutet der Autor an, vieles in seinem Buch hätte tatsächlich so geschehen können, nur hin und wieder habe er sich dichterische Freiheiten erlaubt. Dies kann und soll an dieser Stelle nicht überprüft werden. Dass das Ableben der Romanows geheimnisumwittert ist, ist wohl unbestritten. Und um diesen Ansatz herum hat der Autor seine Verschwörungstheorie auf packende und unterhaltsame Weise entwickelt. Auch wenn schließlich einiges der Phantasie der Leser überlassen bleiben muss, bietet dieser  historisch angehauchte Verschwörungs-Thriller eine spannende Lektüre.

Operation Romanow von Glenn Meade
ISBN: 978-3-404-16602-2


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