Samstag, 4. Oktober 2014

Was singt die Lorelei so schön



Kommissar Jan Seidel ist nicht so gut drauf. Nach der Trennung von seiner Ex-Verlobten Nicoletta ist er bei seiner Großmutter in Königswinter eingezogen und nach einem Treffen mit der Ex ist er etwas durcheinander. Und auch Arbeit gibt es; ein verstörter Angler meldet den Fund einer Leiche. Zwischen dem Toten und dem Angler gibt es eine Verbindung wie schnell klar wird. Der Verstorbene ist der Bruder eines Nachbarn. Doch was wollte er in Königswinter? Das wüsste auch Seidels Großmutter Edith Herzberger gern und nichts auch kein Kommissar-Enkel kann sie davon abhalten, ihre Fühler auszustrecken.

Zwar handelt es sich hier bereits um den zweiten Band um Jan Seidel und seine Oma, wobei es beim Lesen nicht weiter stört, wenn man den ersten nicht kennt. Allenfalls ist zu sagen, dass der zweite vielleicht genauso viel Appetit auf den ersten Band macht wie umgekehrt. Erfreulich normale Ermittler mit normalen Alltagsproblemen, eine naseweise Oma, die den anderen manchmal voraus ist und ein Fall, der, obwohl schon sehr perfide angelegt, das Nervenkostüm des Lesers nicht überstrapaziert, sondern zum konzentrierten Rätseln einlädt und damit bestens unterhält. Keine schwere Kost ist etwas sehr Schönes, so dass ich mir die Namen des Kommissars und seiner Schöpferin wohl merken werde.
zu "Loreley singt nicht mehr" von Judith Merchant
ISBN:978-3-426-50864-0

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