Mittwoch, 25. Februar 2015

Schön war die Zeit

Wie soll man es benennen? Eigentlich läuft Rachels Beziehung zu Rhys echt gut, demnächst sollen die Hochzeitsglocken läuten. Aber irgendetwas stimmt doch nicht, nur was. Als das Paar im verflixten 13. Jahr die Entscheidung treffen muss, ob bei der Hochzeit lieber ein DJ oder Rhys´ Band für die Musik sorgen soll, kommt es zum Eklat und Rachel beendet die traute Zweisamkeit. Natürlich ist sie unsicher, ob das denn der richtige Entschluss war. Die Musik ist schließlich nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der Gedanke an ihren Studienfreund Ben hat Rachel nie ganz verlassen. Ben, der beste Kumpel auf der Welt. Gerade jetzt zehn Jahre nach dem Studium überbringt Rachels Freundin Caroline die Nachricht, Ben sei wieder in Manchester, sie habe ihn in der Bibliothek gesehen. Ob sie sich begegnen werden? Da muss man dem Zufall doch etwas auf die Sprünge helfen und ihre Besuche in der Bücherei werden deutlich häufiger.

Kennt man das nicht? Was wäre gewesen wenn? Eine Jugendfreundschaft, die einem nicht aus dem Kopf geht, aus der aber nie mehr werden sollte? Mit dieser manchmal etwas wehmütigen Sehnsucht spielt die Autorin auf amüsante und witzige Art. Nur Freunde, das waren Rachel und Ben. Wie schön diese Freundschaft wieder aufleben zu lassen, gerade jetzt wo Rachel wieder solo ist. Ist da nicht ein Kribbeln zu spüren? Doch will man eine tolle Freundschaft aufs Spiel setzen für etwas, von dem man nicht einmal weiß, ob es da ist? Da lässt man sich vielleicht lieber mit jemand anderem verkuppeln, oder? Gerade wenn die Bekanntschaft einem im Job weiterhelfen könnte. Als festangestellte Gerichtsreporterin muss Rachel die Gier nach Stories befriedigen und da will sie der neuen Kollegin ein gutes Beispiel geben.


Ein Weilchen dauert es, bis die Geschichte ihren Weg nimmt. Doch nachdem einem anfänglich nicht so wirklich das Herz aufgehen möchte, spürt man nach und nach doch den Schmelz, die Sehnsucht, die Romantik. 

Wir in drei Worten von Mhairi McFarlane
ISBN: 978-3-426-51453-5

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