Freitag, 15. Mai 2015

Man on Mars

Bei einer Marsmission geht etwas schief, nur fünf der sechs Crewmitglieder können sich in das Raumschiff retten, das sie zur Erde zurückbringen soll. Alles spricht dafür, dass der Sechste nur tot sein kann. Doch das Unglaubliche ist geschehen, Mark Watney hat überlebt. Und so ist er auf dem Mars gestrandet mit der Station und den Ausrüstungsgegenständen, die auf dem Planeten verblieben sind. Sein nächstes Ziel ist es, zu überleben, überhaupt und dann möglichst so lange, bis die nächste Marsmission in abholen kann.

Welch schräge Vorstellung, als einziger Bewohner des Planeten Mars sein Dasein zu fristen. Marc Watney erzählt von seinem Schicksal in Tagebüchern, die in Marstage gegliedert sind. So kann der Leser dem nimmermüden Watney folgen, wie er seine Situation kühl durchdenkt und jedem Problem letztlich mit einer Lösung begegnet. Da gibt es kein Aufgeben, vielleicht ein kurzes Verzagen, wenn mal wieder etwas gründlich schief gelaufen ist, doch schnell versucht Mark etwas Positives in einer vertrackten Situation zu sehen. Gerade der rechte Ansatz, um selbst schwierigsten Problemen begegnen zu können. Und so folgen wir seinem einsamen Weg, der mühsam scheint, aber von seinem großen Durchhaltevermögen und Optimismus bestimmt ist.


Ein Mensch einsam und allein gestrandet auf dem Mars. Beim Lesen der Beschreibung und zugegeben kein Liebhaber von Robinson Crusoe, geht man vielleicht etwas verhalten an das Buch heran. Was kann es denn anderes geben als langatmige Beschreibungen der Einsamkeit. Doch weit gefehlt, das Buch ist sehr spannend. Zwar schon typisch amerikanisch verfällt der Marsianer nie in Depressionen, mit ungeheurem Optimismus glaubt er jedes Problem lösen zu können. Und mit diesem Glauben geht er an jedes Hindernis heran, das sich seinem Überleben in den Weg stellt. Und immer wenn es doch ein wenig eintönig zu werden droht, gelingt dem Autor eine Wendung, die dem Roman die nötige Fahrt verleiht und den Leser förmlich vor die Seiten des Buches bannt. Eine packende Lektüre, die so schnell nicht ihres gleichen findet.

4,5 Sterne

The Martian von Andy Weir
ISBN: 978-1-448-17720-2


INFO: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und füge hier auch noch das deutschsprachige Cover bei.






Kommentare:

  1. Huhu,
    eine schöne Rezi hast du da geschrieben. Allerdings kann ich irgendwie Bücher, die im Weltall spielen nicht lesen. Da geht es mir wie bei Büchern, die auf dem Meer spielen. Da fallen mir einfach die Augen zu, weil es meist schnell total langweilig wird. Ist irgendwie komisch bei mir^^

    Gibts bei dir auch Settings, die du absolut nicht lesen kannst?
    Viele liebe Grüße
    Nelly

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    1. Hi Nelly,
      genau bei diesem Buch hier war ich nicht sicher, ob es etwas für mich ist. Es wurde ja sehr gelobt, aber ein einsamer Mensch auf dem Mars? Und dann wurde das Buch auch noch mit Robinson Crusoe verglichen, welches wirklich nicht mein Ding war. Als es dann als ebook relativ günstig angeboten wurde, habe ich es doch spontan gekauft und war sehr überrascht, was für eine tolle Story der Autor daraus gemacht hat.

      Liebe Grüße
      Walli
      :-)

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