Montag, 21. März 2016

Die Ladenhüter

Während der Wirtschaftskrise verliert Clay seinen Arbeitsplatz. Zunächst sucht er eine neue Stelle als Webdesigner, je länger er suchen muss, desto geringer werden seine Ansprüche. Schließlich übernimmt er die Nachtschicht in Mr. Penumbras Buchhandlung, 24 Stunden geöffnet. Ein eigenartiger Buchladen, der im vorderen Teil ein schlecht sortierter Verkaufsplatz zu sein scheint, und im hinteren Bereich eher eine Leihbücherei. Doch wer will diese seltsamen Bücher leihen. Langsam bemerkt Clay allerdings, dass schon Kundschaft da ist. Wie sollen diese paar Leutchen aber für den Umsatz sorgen, den man braucht, um zumindest seinen Lohn zu bezahlen. Clay beginnt sich Gedanken zu manchen.

Wie den Buchladen so betritt man auch dieses Buch, zunächst meint man in einem abgehalferten vielleicht auch Secondhandladen angekommen zu sein. Und so wie Clay bemerkt man langsam, dass wohl doch mehr dahinterstecken muss. Die Kunden scheinen sehr exzentrisch zu sein, in ihrer eigenen Welt versponnen, fahrig und irgendwie doch von ihrer Aufgabe gebannt. Wiederrum wie Clay wird man neugierig. Obwohl man es eigentlich nicht soll, interessiert man sich mehr und mehr für die Bücher in den hinteren Zimmern. Nach was für einem System sind sie sortiert. Was ist ihr Inhalt, wer sind die Autoren. 

Wenn die eigene Phantasie auch manchmal über das Ziel hinausschießt und man dem Autor zutrauen würde, dass er weitergeht, so ist der gewählte Weg doch sehr stimmig. Mr. Penumbra, der das richtige Maß findet zwischen Altertum und Modern, gewinnt die Sympathie der Leser ebenso wie Clay, sein neugieriger Lehrling. Beide verfolgen ihren Weg durch die Welt der Bücher und bieten sehr gut lesbare Unterhaltung. Diesem Buch über das Geheimnis des Schreibens und Lesens gönnt man gerne die entsprechende Aufmerksamkeit. 


3,5 Sterne

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
ISBN: 978-3-89667-480-7




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