Donnerstag, 7. April 2016

Vetternwirtschaft

Mit der Karriere des Journalisten Luca Santangelo geht es bergab. Eines Tages erfährt er, dass seine Ex-Freundin Laura ermordet wurde. Ein Tunesier, der mit gestohlenen Gegenständen erwischt wurde, wird verhaftet. Der Fall scheint klar und damit abgeschlossen. Luca kann das nicht glauben, Laura hat ihm kurz vor ihrem Tod eine SMS geschickt. Luca beginnt Nachforschungen anzustellen, er will Klarheit schaffen und einen Artikel schreiben. Zunächst rennt Luca gegen Wände, Manfredi, Lauras Verlobter, verwahrt sich gegen die Nachfragen. Und Luca verliert seinen Job. Dann wird auch noch sein Sohn Diego verschleppt. Gute Gründe, die Sache ruhen zu lassen.

Luca Santangelo würde sich selbst untreu werden, wollte er nicht genau wissen, wieso Laura umgebracht wurde. Er bohrt nach und tritt damit Leuten auf die Füße, denen man in Sizilien nicht auf die Füße treten sollte. Gegen die herrschenden Strukturen kommt er erstmal nicht an. Zwar wird einiges deutlicher als Mariolena, Lauras Großmutter, beginnt, ihre Geschichte zu erzählen.
Diese beginnt schon Anfang des 20sten Jahrhunderts mit einer unglücklichen Ehe und einer glücklichen Liebschaft, der jedoch kein Happyend beschieden war.

Ein hartnäckiger investigativer Journalist, der nicht immer alle Fäden sicher in der Hand hält. Manchmal werden ihm Steine in den Weg geworfen, manchmal bekommt er Hilfe von unerwarteter Seite. Über das Ende seiner Beziehung zu Laura ist er wohl noch nicht ganz hinweg. Umso intensiver verbeißt er sich in den Fall. Damit fördert er einige überraschende Dinge zutage. Doch interessanter fast ist Mariolenas Leben, das doch mit allem verbunden ist. Parallel entwickeln sich beide Handlungsstränge fort bis sie schließlich an dem erklärenden Treffpunkt zusammenfinden. 


Eine kluge und interessante Idee vermochte hier zwar zu unterhalten, aber leider nicht wirklich zu packen. Dennoch ist vorstellbar, dass Luca Santangelo Potential entwickeln kann.

3 Sterne

Sizilianisches Blut von Ann Baiano
ISBN: 978-3-442-20449-6




Kommentare:

  1. Huhu Walli,
    da scheint es in Lucas Leben ja mächtig drunter und drüber zu gehen.
    Vielen Dank für Deine ehrliche Einschätzung!
    Das Buch kannte ich noch nicht.
    Liebe Grüße und ganz viel Sonne für Dich!
    Tanja ♥

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    1. Hi Tanja, hm, Lucas hat es ganz schön schwer - ohne Freundin, ohne Job.
      Dankeschön für denen Kommentar.
      Liebe Grüße
      Walli
      :-)

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