Dienstag, 13. Dezember 2016

Erschreckender Wissenschaftsthriller

In seinem Wissenschaftsthriller „Helix“ widmet Marc Elsberg sich dem aktuellen Thema der Genmanipulation. Es geht um Nutzpflanzen und -tiere, die in Brasilien, Tansania und Indien auftauchen, die es aber eigentlich nicht geben dürfte. Einen US-Außenminister, der während eines Staatsbesuches in München stirbt und auf dessen Herz ein Totenkopf erscheint. Schließlich geht es um Helen und Greg, die sich nach vergeblichen Bemühungen um eine Schwangerschaft an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien wenden und Teil eines Forschungsprogramms werden, das sonderbegabte Kinde hervorzubringen verspricht. Diese unterschiedlichen Erzählstränge werden von Elsberg zusammen geführt, doch wie, das wird hier natürlich nicht verraten. 


Helix ist das erste Buch von Elsberg, das ich las. Die kurzen Kapitel beschleunigten einerseits den Lesefluss, andererseits erschwerten sie aber auch den Überblick aufgrund der stetig wechselnden Perspektiven. Mir fiel es auch etwas schwer bei den genannten Organisationen, Wissenschaftstermini und Abkürzungen den Überblick zu behalten. Die Thematik ist hochaktuell und auch spannend. Streckenweise entwickelt sich die Story zu einem Action Thriller, was mir persönlich nicht so zusagte, unter anderen auch deswegen weil das Geschehene mitunter recht unrealistische Züge annahm. Die Grundidee fand ich aber sehr spannend und auch erschreckend realitätsnah. Allein deswegen erwies sich die Lektüre für mich als lohnend, auch wenn ich das Buch leider nicht uneingeschränkt weiter empfehlen kann. 

3 Sterne

© Britta Kalscheuer

Helix von Marc Elsberg
ISBN: 978-3-7645-0564-6



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