Samstag, 16. Februar 2019

Offenbarer


Ein Brief soll Conawago und Duncan McCallum an einen Ort führen, an dem noch ein paar Nipmucks vermutet werden. Je näher der alte Indianer und sein junger schottischer Freund ihrem Ziel kommen, desto mehr Zeichen gibt es vom Krieg zwischen den Briten und den Franzosen. Zufällig findet Duncan einen ermordeten britischen Soldaten, der an ein Wagenrad gefesselt im See versenkt wurde. Ein schlechtes Omen wie sich herausstellt. Als Conawago und Duncan an der kleinen Siedlung ankommen müssen sie entsetzt feststellen, dass die meisten Einwohner einem Massaker zum Opfer gefallen sind. Bald erreicht eine britische Patroullie das Geschehen und Duncan gerät unter Verdacht.

Im Jahr 1760 hat der Krieg um die Vorherrschaft in Nordamerika nichts an Gewalt verloren. Die Kontrahenten versuchen jeweils die einheimischen Stämme auf ihre Seite zu ziehen. Doch auch die in der Heimat geschmähten Schotten mischen auf der Suche nach einer neuen Heimat mit. Eine schwierige Situation für Duncan McCallum, der aus Schottland fliehen musste und in Conawago einen väterlichen Freund gefunden hat, der in auf die Pfade der alten Stämme geführt hat. Nachdem Conawago erfahren musste, dass einer seiner wenigen verbliebenen Verwandten bei dem Massaker umgekommen ist, macht er sich auf den Weg, noch schlimmeres Unheil zu verhindert. Duncan folgt seinem Freund, nicht nur um ihm zu helfen, sondern auch um den geheimen Strippenzieher zu finden.

Wie auch in den vorherigen Bänden um Duncan McCallum und Conawago beschreibt Eliot Pattison mit großer Einfühlsamkeit wie es damals in Nordamerika zugegangen sein mag. Die Indianer werden von allen Seiten bedrängt, sei es durch die verschiedenen Kriegsparteien, die sie für ihre eigenen Ziele ausnutzen wollen oder auch durch die Verbreitung europäischer Krankheiten, die ihre Reihen dezimieren. Doch auch das unbedingte Verständnis, dass einige der Einwanderer den Indianern und ihren alten Sitten und Gebräuchen entgegenbringen, nimmt einen ein. Man bedauert den Bruch in der naturnahen Lebensweise der Indianer. Zerrieben zwischen den Fronten gibt es für sie kaum eine Möglichkeit, sich ihre Ursprünglichkeit zu bewahren. Hätte nicht ein Miteinander eher zu einem friedlichen Zusammenleben geführt? Nicht immer muss dem Vorhandenen eine andere Art übergestülpt werden, die gewachsenen Strukturen können sich durchaus als erhaltenswert erweisen. Dieser Roman packt mit seinen exzellent recherchierten Passagen des geschichtlichen Rahmens und der alles tragenden Freundschaft zwischen dem weisen Indianer und dem klugen Schotten.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Original Death von Eliot Pattison
ISBN: 978-1-3863-6479-5


Sonntag, 10. Februar 2019

Wieder gut machen


Manchmal geschieht einfach ein Mord nach dem anderen und dann kommen auch noch dramatische Entwicklungen im so sicher geglaubten privaten Umfeld hinzu. Alex Recht und Fredrika Bergman müssen in mehreren Fällen ermitteln, die keinen Zusammenhang erkennen lassen. Ein Mann wird am Kamin sitzend erschossen, eine Frau wird tot auf einem Tennisplatz gefunden, ein Rentner liegt tot in seiner Wohnung. Und der Bestatter, der damals auch die Beerdigung von Rechts verstorbener Frau betreut hatte, behauptet steif und fest, seinem Bruder und dessen Familie sei etwas passiert, er habe die neue Stelle in Australien nicht angetreten. 

So viele Tote in so kurzer Zeit, da drängt sich der Gedanke an eine Serie auf. Doch es ist kein Zusammenhang festzustellen. Die Opfer kannten sich nicht, es gab auch keine gemeinsamen Bekannten. Oder doch? Jedenfalls finden Recht und Bergman heraus, dass die Tochter des ersten Opfers selbst eines unnatürlichen Todes gestorben ist. Und es lassen sich Hinweise finden, dass gerade der Vater nicht genug getan hat, um sein Kind vor dem übergriffigen Ehemann zu retten. Das ist jedenfalls die Meinung des Bruders, der seitdem nicht mehr viel mit seinem Vater zu tun hatte. Ein erster Verdächtiger also, aber kann er auch der Täter sein? Das wäre wohl doch zu einfach.

Sollte dies wirklich der letzte Fall von Alex Recht und Fredrika Bergman sein, werden wir dieses Ermittler-Team vermissen. Am Schluss dieses ausgesprochen spannenden Kriminalromans wird es richtig dramatisch und die Ereignisse überschlagen sich. Auch wenn die Nachforschungen zu Beginn häufiger in eine Sackgasse führen, wie gerade der junge Kollege Ivan lernen muss, so kommt doch nach und nach ein Baustein zum anderen. Und eben jener Ivan zeichnet sich durch Ideenreichtum und Hartnäckigkeit aus, was zu neuen Ansätzen führt. Beim Lesen findet man etliche Anspielungen auf vorherige Fälle. Hat man diese vor längerer Zeit gelesen, kommt schon der Gedanke auf, sich die Reihe nochmal in näherem zeitlichen Zusammenhang zu Gemüte zu führen. Dies kann Menschen, die Recht und Bergman neu entdecken, wohl empfohlen werden, einige Zusammenhänge dürften dann noch klarer werden. Liegt die Lektüre der vorherigen Bände schon länger zurück, erinnert man sich vage, doch irgendwie nicht genau genug. Dennoch ist dieser Roman packend wie nicht viele andere. Der Autorin ist einfach eine intelligente Konstruktion eines Falles gelungen, mit der sie zu fesseln versteht.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Sündengräber von Kristina Ohlsson
ISBN: 978-3-8090-2697-6


Samstag, 9. Februar 2019

Selma und Luise


Für Luise ist Selma so etwas wie ein Leitstern. Selma ist die Seele im Haus, die alles zusammenhält. Luises Eltern gelingt das mit dem Zusammenhalten nicht so. Ihr Vater verlässt die Mutter und beginnt zunächst mit einer Psychotherapie. Als der Therapeut ihm empfehlt, einen Hund anzuschaffen als ausgelagerter Schmerz sozusagen, kommt Alaska ins Haus. Irgendwann ist auch Luises Mutter nicht mehr so richtig da. Doch Selma ist da. Und auch Luises Schulfreund Martin, mit dem sie so toll Zug fahren kann, so genau kennen sie die Strecke, dass sie aufsagen können, was in jedem Moment beim Blick aus dem Fenster zu sehen ist. Wenn aber Selma von einem Okapi träumt, stirbt jemand im Dorf.

Luise erzählt die Geschichte eines Dorfes im Westerwald. Etwas speziell sind viele der Bewohner, aber eigentlich haben sie alle etwas Sympathisches. Wie es so ist in Dörfern, es gibt nichts was es nicht gibt. Nur gestorben wird manchmal viel zu früh. So ist Selma schon verwitwet seit ihr Sohn noch ein Kind war. Vielleicht ist Luises Vater deshalb ein wenig eigen geraten. Für ihn scheint es leichter zu fliehen als zu bleiben. Und Luise ist halt die Tochter ihres Vaters, wenn sie mal eine Verstockung hat, die das Leben nicht leichter macht. Zum Glück träumt Selma nicht allzu oft von einem Okapi, wenn es aber soweit ist, wird es schwer im Dorf.

Eine heimelige Stimmung verschafft dieses mit Gefühl von Sandra Hüller gelesene Hörbuch. Selma und Luise tragen dieses Buch. Manchmal überspringt es eine Generation und Großeltern und Enkel haben eine ganz besondere Beziehung und so ist es auch bei Selma und Luise. Wenn die Eltern mal nicht weiterwissen, kann Luise immer zu Selma kommen. Wobei auch Selma ihr Leben hat. Vieles zwischen den Menschen im Dorf lebt vom Unausgesprochenen, das dem Leben einen eigenen Schmelz verleiht. Ein Buch wie man es sich wünscht, warm, authentisch und mit einer Art Erdbeben. 


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky
ISBN: 978-3-8648-4436-2


Freitag, 8. Februar 2019

Ivy House


Alles passt für den knapp 30jährigen Toby Hennessy. Er hat eine tolle Freundin, zwei Kumpel, mit denen er immer mal auf einen Absacker in den Pub gehen kann, einen Job in einer Galerie, um den ihn manche beneiden. Er könnte ich als glücklich bezeichnen. Allerdings kommt es in der Galerie zu einem Vorfall, der Toby um den Arbeitsplatz fürchten lässt. Wäre da nicht sein vielgerühmtes Glück. Doch irgendwie scheint es für einen Moment aufgebraucht. Hennessy wird in seiner Wohnung, die von seinen Eltern vorfinanziert wurde, wird er überfallen, zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zieht Toby erstmal zu seinem Onkel Hugo ins Ivy House.

Es könnte so schön weitergehen für Toby Hennessy. Doch nach dem Überfall ist er nicht mehr derselbe. Die schweren Verletzungen haben ihre Spuren hinterlassen und die Folgen werden noch lange nicht überwunden sein, wenn sie überhaupt je verschwinden. Und so zieht er sich ins Idyll von Ivy House zurück, das Haus seines Onkels, in dem er, Suzanne und Leon in der Kindheit und Jugend häufig die Sommerferien verbrachten. Ruhig ist es dort zwar, doch durch eine schwere Erkrankung ist auch Onkel Hugo eingeschränkt und auf Toby könnte nicht nur eine Zeit der Erholung zukommen, sondern auch eine Zeit in der er Hugo betreuen muss.

Gewohnt akribisch beschreibt die Autorin ihre Personen und deren Lebensumstände, langsam und gründlich entwickelt sie ihre Handlungsstränge. So wird aus einem harmlosen vom Glück geprägten Beginn eine Geschichte, die wie bei einer Zwiebel mit jedem Abziehen einer Schale eine neue Färbung zeigt. Erinnerungen, die täuschen können, Gespräche, die neue Facetten zutage bringen, Mitmenschen, die manipulativ ins Geschehen eingreifen. Ehe man sich versieht, wird aus einer Schilderung von Tobys beneidenswert glücklichem Leben ein vielschichtiger Krimi, der sich mehr aus den Gesprächen der handelnden Personen entwickelt als aus den Ermittlungen der Polizei. Immer neue Haken werden dabei geschlagen, die so überraschend sind, dass kleine Längen leicht verziehen werden.


3,5 Sterne (🐳🐳🐳+)

Der dunkle Garten von Tana French
ISBN: 978-3-651-02562-2


Dienstag, 5. Februar 2019

Die alte Weise


Mit seinem Vorbild Conawago wandert Duncan McCallum auf den alten Pfaden durch die ursprüngliche Landschaft Nordamerikas. Sein mühsam wiedergewonnener Seelenfrieden wird jäh gestört als er und sein alter Freund einen Sterbenden finden, dessen Hand an einen Baum genagelt ist. Bald kommt eine Patrouille hinzu und Conawago wird des Mordes verdächtigt. McCallum versucht alles in seiner Macht stehende, die Wahrheit um den Mord herauszufinden. Schließlich gilt es, seinen väterlichen Freund zu retten. Schnell findet Duncan Hinweise an der Leiche, die auf Rituale hindeuten, die allerdings nicht allein indianischen Ursprungs sein können.

Im Jahr 1760 ist der Krieg auf dem amerikanischen Kontinent zwischen Franzosen und Engländern noch nicht entschieden. Gegenseitig weist man sich die Schuld an Scharmützeln zu. Landgesellschaften versuchen dabei, den Indianern Abkommen abzuringen, um an Land zu gelangen. Und es zeichnet sich ab, dass etliche der jüngeren Ureinwohner nicht mehr unbedingt gewillt sind, den alten Sitten und Gebräuchen zu folgen und die Naturgeister zu ehren. Duncan erlangt mit Hilfe von Conawago große Einsicht in das Leben der Indianer und für ihn gibt es durchaus Ähnlichkeiten zum Clanwesen in den Schottischen Highlands, das von den Engländern brutal unterdrückt wird.

Auch in diesem zweiten Band um Duncan McCallum und Conawago kann man sich mittels eines spannenden Kriminalfalls auf die Spuren der Ureinwohner Nordamerikas begeben. Der Kriegspfad ist dabei sowohl wörtlich als auch im übertragenden Sinn zu sehen. Duncan schafft es mit seiner Kombinationsgabe einem hinterlistigen Plan auf die Spur zu kommen, mit dessen Drahtzieher in keiner Weise zu rechnen war. Hier will jeder jeden hinters Licht führen. Und nur knapp entkommen die Freunde so manches Mal dem Tod. Doch nicht etwaige Grausamkeiten machen den besonderen Reiz dieses Romans aus, sondern die authentischen Beschreibungen des Zusammenwirkens zwischen Ureinwohnern und Fremden und ein sehr geschickt aufgebauter Plot, der in jeder Sekunde zu fesseln versteht.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Eye of the Raven von Eliot Pattison
ISBN: 978-1-386-08336-2


Sonntag, 3. Februar 2019

Weißkohl


Ein junger Postbote erfährt, dass er unheilbar krank ist und nur noch kurze Zeit zu leben hat. Nach dem ersten Schock, beginnt er sich die Frage zu stellen, was er mit der verbleibenden Zeit anfangen soll. Plötzlich erscheint ihm eine Person, die genauso aussieht wie er. Der Fremde behauptet, er sei der Teufel und er könne dem Postboten für jedes Ding, dass von der Welt verschwindet, einen Tag mehr Leben verschaffen. Wer würde sich nicht darauf einlassen, schließlich gibt es genug Dinge, auf die die Welt locker verzichten kann, Quallen zum Beispiel. Doch der Teufel entscheidet, was verschwindet.

Mit seinem überraschenden kleinen Debütroman, einfühlsam gelesen von Jan Katzenberger, greift der Autor nachdenklich stimmende Themen auf. Zum einen halt, wie man reagiert, wenn man nur noch kurze Zeit zu leben hat. Wie nutzt man seine Zeit? Zum anderen, wie es wäre, wenn Dinge von der Welt verschwinden. Und natürlich auch, wie lange macht man es mit, um das eigene Leben zu verlängern, die Welt ärmer zu machen. Leider kann der Erkrankte die nutzlosen Dinge nicht selbst auswählen. Vielleicht wäre das auch zu einfach. Schließlich gibt es vermutlich reichlich Sandkörner, von denen keines ist wie das andere. So verschwinden zunächst die Telefone, was möglicherweise nicht so schlecht ist. Wenn man sich das Straßenbild so anschaut, so verstecken sich doch viele hinter ihren kleinen Computern und haben den Blick für die Welt verloren. Was aber wenn es um Dinge geht, die man wirklich vermissen würde? Mit jedem Ding, das verschwinden soll, taucht der Briefträger tiefer in sein bisheriges Leben ein, beginnt zu reflektieren, wie es bisher gelaufen ist, was er hätte besser machen können oder auch was er gut gemacht hat. Die Beziehung zu seinen Eltern, zu seiner ehemaligen Freundin. Mit viel Ruhm hat er sich nicht bekleckert, doch hat er auch kein Übel in die Welt gebracht. Allerdings wie wichtig ist ein kleines Menschenleben im Lauf der Zeit? Ist es wert, dass dafür die Katzen von der Welt verschwinden? 

Ein schmales Bändchen, das berührt und anregt, in sich zu kehren und zu überdenken, was man selbst mit dem Rest seines Lebens anfangen möchte, auch wenn man zum Glück nicht weiß, wie viel Zeit noch bleibt.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Wenn die Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura
ISBN: 978-8-7260-5610-5


Donnerstag, 31. Januar 2019

Die Klinge


Nur um eine Möglichkeit zu haben, ihre Erzfeinde zu töten, begibt Mia Corvere in die Sklaverei. Sie will an den großen Spielen teilnehmen, in denen dem Sieger in die unmittelbare Nähe von Kardinal Duomo und Konsul Scaeva gelangt. Das wären zwei auf einen Streich und Mia wäre endlich frei. Doch bevor sie ihren großen Kampf antreten kann, muss Mia durch die harte Schule der Sklaverei gehen und mehrere kleine Kämpfe bestehen. Dabei stellt sie fest, dass unter den Sklaven Menschen sind, denen sie nur Gutes wünschen würde. Sie wird es nicht verhindern können, gegen eben diese lieb gewonnenen Menschen anzutreten.

Die Geschichte geht weiter in diesem zweiten Band der Trilogie um Mia Corvere. Neben einigen ausufernden Schlacht- und Kampfszenen, während derer das Blut nur so spritzt, erfährt Mia auch mehr von ihren Eltern, ihrer Vergangenheit und sie beginnt über Herrn Freundlich, ihren Schatten, der keine Katze ist, nachzusinnen. Ist sie trotz ihrer Jugend schon abgebrüht und herzlos, eine kaltblütige Mörderin geworden? Ihr höchstes Ziel bleibt jedoch die Rache an den Mördern ihrer Familie und dazu muss sie einfach den Kampf suchen.

Die Geschmäcker sind häufig unterschiedlich und häufig empfindet man auch einen zweiten Band als Vorbereitung zum Finale eher als nicht ganz so spannend. Dieser zweite Band kann jedoch als eine Steigerung zum ersten empfunden werden. Obwohl auch hier ein deutliches Gewicht auf schon sehr deutlichen Kampfszenen liegt, erfährt man mehr zu Mias Hintergrund und es gibt einige Offenbarungen, mit denen vorher nicht zu rechnen war. Dadurch bekommt die Handlung einen besonderen Dreh und man fragt sich, wie Mia im noch folgenden dritten Band zum einen zu ihrer Rache kommen will, zum anderen aber die Informationen verarbeitet, die ihr eigenes Denken eigentlich verändern müssten. Mit diesem zweiten Band gewinnt die Handlung an Tiefe und die Neugier auf das Finale ist geweckt.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Nevernight - Das Spiel von Jay Kristoff
ISBN: 978-3-7324-5204-0