Samstag, 2. März 2019

Die Prüfung


Wenn sie ihm echte Fälle bringt, lässt ihr Chef sie aus dem Verlies. Eigentlich sollte Fiona Griffiths sich auf die Prüfung vorbereiten. Während der freien Tage, die sie deshalb genommen hat, macht sie vieles, Lernen ist nicht dabei. Wieder zurück im Dienst, landet sie in der Asservatenkammer, um jede Menge Beweismittel zu archivieren und zu katalogisieren. Viel lieber wäre Fiona draußen beim Polizeieinsatz. Nun, sie muss das Beste daraus machen. Die alten Fälle, die Jackson ihr gegeben hat, arbeitet sie eher nebenbei durch. Bei ihrer unnachahmlichen Spürnase dauert es nicht lange, bis aus einem vermeintlichen Unfall und einem vermeintlichen Selbstmord zwei Tötungsdelikte werden.

In diesem vierten Band der Fiona Griffiths Reihe muss die junge Polizistin ihr ganzes Geschick aufbringen. Natürlich will sie nicht in der Asservatenkammer versauern, doch wie immer, wenn sie mal wieder naseweis war, muss sie eine Weile kleine Brötchen backen. Doch wissend um ihre Fähigkeiten lassen die Vorgesetzten ein paar Fälle sichten, deren Ermittlung zu nichts weiter geführt hat. Fiona ergreift die Chance, sich wenigstens hin und wieder auf etwas Interessantes konzentrieren zu dürfen als auf ungeordnete Beweisstücke. Einiges kommt ihr komisch vor bei den erwähnten Todesfällen. Haben die eigentlich zuständigen Beamten etwas übersehen? Nicht unbedingt, die meisten sind einfach nicht mit Fionas Fähigkeiten ausgestattet, aus kleinsten Ungereimtheiten ein Delikt herauszuschälen.

Man will hier wirklich nicht zu viel verraten, wie Fiona aus Nichts ein Verbrechen konstruiert. Die Entdeckungen, die einem im Rahmen der Lektüre erwarten, sind einfach zu brillant und verwegen. So manches „Häh?“ entfleucht einem, gefolgt von einem „Cool“. Da wird einem beim Mitdenken schon die eine oder andere Kletterpartie abverlangt. Was einen zu Beginn manchmal zum Absetzen zwingt, wird im Verlauf der Handlung zu einem echten Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen will. So langsam schält sich auch das Große und Ganze heraus, was es angeraten erscheinen lässt, die Reihe mit Band eins zu beginnen. 

Vielleicht muss man Fiona Griffiths erst etwas besser kennenlernen, um ihre komplexe, aber durchaus sympathische Persönlichkeit erfassen zu können. Doch je länger man einen gemeinsamen Weg mit ihr beschreitet, desto wohler fühlt man sich mit ihr.


4,5 Sterne (🐳🐳🐳🐳+)

Fiona - Unten im Dunkeln von Harry Bingham
ISBN: 978-3-499-27511-1


Freitag, 1. März 2019

Tochter einer Freundin


Immer um Mitternacht geschieht es, junge Frauen werden vergewaltigt. Zwei der Opfer überleben die Tat schwer traumatisiert, das dritte Opfer kommt ums Leben. Und der Polizei bleibt nicht viel Zeit, denn der Täter könnte an jedem Tag gegen Mitternacht wieder zuschlagen. Nathalie Svensson, die als Psychologin von der Polizei zu dem Fall hinzu gezogen wird, hat diesmal ein besonderes Interesse an der Aufklärung des Verbrechens. Sie kannte die getötete junge Frau persönlich. Sie war die Tochter einer Freundin, die Nathalie schon in ihrer Kindheit gekannt hat und die inzwischen mit dem Medizinstudium begonnen hatte. Eine zerstörte Zukunft.

Fieberhaft machen die die Ermittler von der Operativen Fallanalyse auf die Suche nach Hinweisen, die zum Täter führen können. Da sie zwei der Opfer befragen können, haben sie die Hoffnung auf hilfreiche Angaben. Die beiden jungen Frauen, die am Leben geblieben sind, können jedoch wegen des großen Schocks kaum brauchbare Aussagen machen. Auch aus dem Umfeld gibt es kaum Brauchbares. Die Eltern des Mädchens sind vor Schock erstarrt. Nathalie Svensson gönnt sich kaum eine Pause, dabei kämpft sie privat um ein geteiltes Sorgerecht für ihre beiden Kinder. Bald gibt es zwar einige Verdächtige, doch jeder bestreitet etwas mit den Verbrechen zu tun zu haben.

Mit eher kurzen Kapiteln wird die Handlung rasant voran getrieben. Dabei verliert der Autor nie seinen Plan aus dem Blick. Wie in jeder Ermittlung müssen zunächst die irreführenden Spuren entdeckt werden, um dann auf den Punkt kommen zu können. Verdächtige sind nicht ohne Grund verdächtig. Nach den vorhandenen Informationen können sie an den Verbrechen beteiligt gewesen sein. Doch insbesondere die geschulte Psychologin Nathalie Svensson lässt auch entlastende Aussagen gelten und sorgt so dafür, dass immer weiter geforscht wird. Nicht ablenken lässt sie sich von ihrem schwierigen privaten Umfeld. Die Zeitknappheit im Nacken müssen die Beamten schnell vorankommen. Ihre Anspannung überträgt sich auf den Leser, der unbedingt wissen will, ob und wie sie es schaffen, weitere Taten zu verhindern. Ein packender Krimi, der mit lebendigen Dialogen überzeugt.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Mitternachtsmädchen von Jonas Moström
ISBN: 978-3-8437-1852-3


Donnerstag, 28. Februar 2019

Kiewarra


Ein schwerer Gang für den Steuerermittler Aaron Falk. Er führt ihn zurück in seinen Heimatort Kiewarra, wo sein Jugendfreund Luke Hadler, dessen Frau und Sohn beerdigt werden. Alles sieht danach aus, als sei der Hof von Luke wegen der Dürre so überschuldet gewesen, dass dieser keine andere Möglichkeit sah, als sich und seine Familie umzubringen. Lukes Eltern mögen das nicht glauben und auch der Ortspolizist Raco hat Zweifel. Warum sollte Luke seine jüngste Tochter Charlotte verschonen? Aaron Falk möchte am liebsten schnellstens wieder aus dem Ort verschwinden, an den er nicht viele gute Erinnerungen hat. Doch Lukes Eltern bitten ihn Nachforschungen anzustellen.

In Aarons und Lukes gemeinsamer Vergangenheit ist etwas geschehen, das letztlich zu Aarons Weggang geführt hat. Auch wenn er erst später in den Staatsdienst eingetreten ist, ist es doch hart für ihn, an seinem Heimatort zu ermitteln. Er kennt die Menschen dort und sie kennen ihn. Natürlich kann er nicht völlig neutral sein und auch die Bewohner des Ortes behandeln ihn nicht wie einen fremden Beamten. Es fehlt die nötige Distanz. Dennoch kann er den Hadlers ihren Wunsch nicht abschlagen, wer würde nicht verstehen, wenn Eltern genau wissen wollen, was in den letzten Stunden ihres Kindes geschah.

Mit sonorer Stimme trägt Götz Otto vor wie Aaron Falk erst wiederwillig in die Ermittlungen einsteigt, diese aber, nachdem er erste Ungereimtheiten gefunden hat, immer mehr intensiviert. Bedrückend, wie das alte Geschehen wieder ins Bewusstsein der Leute kommt. Wilde Vermutungen werden angestellt. Fast könnte man meinen, Luke habe allen Grund für die Tat gehabt. Doch auch andere Gedanken drängen sich auf, Ereignisse, die Falk nicht bekannt waren und die Dinge in einem anderen Licht erscheinen lassen. Gekonnt lockt die Autorin von einer falschen Fährte zur nächsten und je tiefer sie ihren Ermittler graben lässt, desto mehr überraschen die Entwicklungen. Ein gelungenes Hörbuch, das die Zeit wie im Flug vergehen lässt.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

The Dry von Jane Harper
ISBN: 978-3-7324-5132-6


Mittwoch, 27. Februar 2019

Die Drei


Gerade hat die SPD die Wahl von 1972 gewonnen, bei einer hohen Wahlbeteiligung von über 90% stellen sie die stärkste Fraktion. Die Koalitionsverhandlungen können beginnen. Doch Kanzler Willy Brand muss sich einem Eingriff unterziehen und kann nicht den vollen Einsatz geben. Die Wirtin des „Rheinblicks“ Hilde Kessel ist wie immer am Puls der Zeit, das Wahlergebnis ist Thema des Tages. Doch die Zeiten sind nicht mehr wie in den Vorjahren, die drei vom Rheinblick gibt es nicht mehr. Dennoch ist für Hilde die Vergangenheit wacher denn je, etwas von damals droht sie einzuholen. Sonja Engel, eine junge Logopädin, soll den Kanzler in seinem Heilungsprozess unterstützen, was sich als nicht so einfach erweist.

Was war das für eine Zeit, wo die Politik noch Tagesgespräch war und Diskussionen über politische Fragen in den Wohngemeinschaften junger Menschen eher der Regelfall waren. Wahlbeteiligungen über 90%. Politiker von heute würden davon träumen. Doch nicht alles war so schmuck und heimelig im beschaulichen Bonn, wie man zunächst annehmen könnte. Obwohl es für Hilde oberstes Gebot ist, dass was im Rheinblick erzählt wird, auch im Rheinblick bleibt, ist es nicht immer einfach wegzuhören. Und alle kommen zu Hilde, egal ob Rot, ob Schwarz, ob Gelb. Und auch in Sonjas WG geht es manchmal um so profane Dinge, wie wer das Essen macht und wie die Miete bezahlt werden soll. In der Behandlung von Brandt sieht Sonja ihre große Chance. 

Liest man den Roman, gelangt man zu der Ansicht, dass es sich damals um eine spannende Zeit gehandelt hat. Das Leben in Bonn ist von der Politik bestimmt. Doch auch der Dinge des alltäglichen Lebens dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Aus dieser Mischung strickt die Autorin eine packende Erzählung, die einem sowohl das politische Geschehen als auch das Studentenleben nahebringt. Die Aufbruchstimmung nach den 68ern, das Demokratiemanagement durch einen Kanzler, der verstanden hat, was für Schuld das Land mit diesem verheerenden Krieg auf sich geladen hat. Doch auch in dieser Zeit gibt es welche, die den anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnen. So werden Ränke geschmiedet, es wird bestochen und viele sind sich selbst die Nächsten. Ja, so könnte es gewesen sein. Glaubhaft und authentisch wirken die Worte der Autorin, mit denen sie einen Einblick in die Geschichte der damals noch jüngeren Republik gewährt.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Rheinblick von Brigitte Glaser
ISBN: 978-3-471-35180-2


Montag, 25. Februar 2019

Letzter Ruf


Ein Serientäter geht um in Sydney. Sportliche junge Frauen werden umgebraucht und verstümmelt. Obwohl Eden Archer gerade erst halbwegs genesen ist, macht sie sich auf die Suche nach dem Killer. An ihrer Seite ihr Partner Frank Bennett, der langsam nicht mehr verleugnen kann und will, dass Eden keine normale Polizistin ist. Immer wieder fragt er nach ihrer Vergangenheit. Und auch Franks Freundin will hinter Edens Geheimnis kommen. Schließlich gibt es Belohnungen, wenn Privatleute Fälle zu lösen, an denen sich die Polizei die Zähne ausgebissen hat. Und dann ist da noch Hooky.

Nach den vorherigen Bänden der Reihe um Archer/Bennett glaubt man kaum, dass es gelingen kann, einen weiteren grausam intelligenten Fall zu formen. Man wird beim Lesen eines Besseren belehrt. Ein Konglomerat aus Spuren, Hinweisen, Entwicklungen über lange Zeit führt zu einem ausgesprochen spannenden Werk, das man nur verschlingen kann. Da ist Hades, der auf seine mitfühlende Art diesmal einen misshandelten Hund bei sich aufgenommen hat und wieder aufpäppelt. Da ist Imogen, deren Gier unerschöpflich ist und die für Geld bereit ist, in jeder Ritze zu graben. Da ist Hooky, die ihre Eltern verloren hat und jetzt Halt bei den ehemaligen Kollegen ihres Vaters sucht. Da ist Eden, die ihr Geheimnis wahren will, um beinahe jeden Preis. Und natürlich gibt es einen Täter, bei dem alles zusammenläuft, einer mit dem man nicht rechnet, der auch eine Geschichte zu erzählen hat. 

Man muss einiges aushalten können, wenn man diese Reihe, die mit diesem dritten Band beendet ist, liest. Allerdings ist man gebannt von der Andersartigkeit der Akteure und von dem Geschick, mit dem die Autorin ihre Personen durch Fall und Leben wandeln lässt.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Fall von Candice Fox
ISBN: 978-3-518-46765-7


Sonntag, 24. Februar 2019

Bruderschmerz


Er gräbt eine Schlange aus, einen Hund und eine alte Schreibmaschine, Matthew, der älteste der fünf Dunbar-Brüder. Genau auf dieser Schreibmaschine wird er ihre Geschichte niederschreiben und die der Eltern. Ihre geliebte Mutter ist gestorben und ihr Vater hat sie verlassen. Etwas, womit  junge Menschen unmöglich klarkommen können. Doch die Dunbar-Brüder halten zusammen. Sie nehmen es als Lebensaufgabe an, sie müssen weiterleben, ihre Mutter hätte es so gewollt. Clay, der zweitjüngste der Fünf, ist es, der sich aufmacht zum Vater, um eine Brücke zu bauen, um die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. 

Nahezu jeder kennt „Die Bücherdiebin“, der herausragende Roman, mit dem der Autor bekannt wurde. Lange galt es auf den nächsten großen Roman zu warten. Und nun ist es soweit, die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder ist erschienen. Gespannt blickt man auf das Buch und fragt sich, ob das neue Werk mit dem Vorgänger mithalten kann. Der Anfang ist dabei vielversprechend, man erwartet eine skurrile aber dennoch anrührende Geschichte, in der die Brüder den tragischen Tod ihrer Mutter überwinden müssen. Doch nach dem vielversprechenden Beginn fängt man erstmal an, sich „Die Bücherdiebin“ zurückzuwünschen. Zu sperrig und verworren sind die ersten Seiten des Buches. Man fragt sich, ob die Begeisterung über „Die Bücherdiebin“, die fast in einer Nacht verschlungen war, übertrieben in Erinnerung geblieben ist, ob man das erste Buch nochmal lesen sollte oder ob man das aktuelle Buch wie das Erste lieber auf Englisch lesen sollte, um den Zauber zu empfinden. 

Zum Glück lassen sich die verschiedenen Fäden, die die Handlung zusammenhalten, entwirren. Es ergibt sich ein fesselndes und anrührendes Buch über fünf ungewöhnliche Kinder und Jugendliche, die vor der Zeit erwachsen werden müssen und die diese Aufgabe mit dem gebotenen Unperfektionismus meistern. Die Dunbar-Brüder raufen sich im wahrsten Sinne des Wortes, doch sie raufen sich auch zusammen. Ihre Mutter wird immer in ihren Herzen sein, doch die Trauer kann nicht ewig dauern. Der Tod wirft die Jungen in ein Tal, das unendlich tief erscheint.  Jedoch auch das tiefste Tal erreicht ein Sonnenstrahl. Das mag ein Hund oder eine Katze sein, vielleicht ein Mädchen. Die Erinnerung bleibt allerdings, an eine Mutter, die ihren Kindern alles gab, insbesondere sich selbst.

Ein Buch, auf das man sich einlassen sollte, damit man nichts verpasst.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Nichts weniger als ein Wunder von Markus Zusak
ISBN: 978-3-8090-2706-5


Samstag, 23. Februar 2019

Bild gesucht


Rupert von Schleewitz bewegt sich in erlesenen Kreisen, da kann man ein von, auch wenn es nur ein Namensbestandteil ist, ganz gut gebrauchen. Mit den Mitarbeitern seiner Detektei hat er es sich zur Aufgabe gemacht, nach verschwundenen Kunstwerken zu suchen und deren Weg in der Welt darzustellen. Der neue Auftrag ist besonders brisant. Einem Gönner ist „Der Turm der blauen Pferde“, gemalt von Franz Marc und verschwunden nach dem zweiten Weltkrieg, angeboten worden. Rupert, Klara und Max sollen nun herausfinden, wo das Bild nach seinem Verschwinden versteckt war, durch welche Hände es gegangen ist und alles Weitere, wodurch die Echtheit bestätigt werden könnte.

Schon während der Lektüre wird man neugierig, inwieweit der Ansatz zu diesem Buch der Phantasie des Autors entsprungen ist. Durch eine einfache Recherche kann man in Erfahrung bringen, dass das bekannte Bild des berühmten und leider viel zu früh im ersten Weltkrieg dahingerafften Malers tatsächlich nicht auffindbar ist. Daraus lässt sich wie der Autor zeigt eine spannende Geschichte ersinnen. Die Detektive selbst angefixt von der Möglichkeit, das echte Bild vor sich zu haben, machen sich alsbald auf die Suche nach der Wahrheit. Diese gebärdet sich allerdings widerspenstiger als erwartet. So einfach lässt sich nicht klären, wieso das Bild dem reichen Industriellen angeboten wurde.

Hat man ein gewisses Interesse an der Kunstwelt des frühen letzten Jahrhunderts, wird man diesem Plot sicherlich so einiges abgewinnen können. Was könnte es Fesselnderes geben als die Herkunft eines wieder aufgetauchten Schatzes zu klären. Zwar geraten manche Handlungen der Detektive etwas hölzern und nicht immer wird die Motivation für einige Aktionen klar, aber insgesamt wurde eine tolle Idee mit intelligenten Twists bereichert. Als Start einer neuen Reihe ist dieser Roman sehr gelungen. Er entführt in die Welt der Kunst, in der es sicher noch etliche Geheimnisse zu entdecken gibt. Und wenn man durch die Lektüre seinen Horizont erweitert, vielleicht das Werk eines Künstlers für sich entdeckt, so hat das eigene Leben eine kleine neue Facette erhalten.


4 Sterne (🐳🐳🐳🐳)

Der Turm der blauen Pferde von Bernhard Jaumann
ISBN: 978-3-462-31970-5