Freitag, 8. Juni 2018

Die Suche


Zu Viert machen sie Urlaub in Südfrankreich, doch leider verläuft nicht alles so harmonisch wie erhofft. Als Laura auf einmal nicht da ist, sind sie dennoch besorgt. Schnell taucht Laura wieder auf, nur um erneut zu verschwinden. Diesmal hat es Jan ungleich schwerer die anderen davon zu überzeugen, dass sie unbedingt nach Laura suchen müssen. Als sie jedoch einen seltsamen Film auf Lauras Handy finden, unterstützen sie die Suche. Jan reist zurück nach Berlin, weil er glaubt, nur dort könne er eine Spur von Laura finden. Bald wird eine Leiche gefunden, bei der es sich allerdings nicht um Laura handelt.

Ein wenig wie Brainstorming wirkt dieser zweite Roman des Autors. Ein Handlungsansatz, aus dem sich schnelle Szenenwechsel, schnelle Gedanken, schnelle Aktionen ergeben. Etwas, das die Lektüre sehr flüssig macht und die Lesezeit wie im Fluge vergehen lässt. Man jagt mit Jan durch Berlin und folgt seiner Suche, während der er in immer bedrohlichere Situationen gerät. Je mehr er über Laura erfährt, desto mehr werden seine Zweifel an ihr genährt. Wer ist Laura wirklich? Eine liebenswerte junge Frau oder ein egomanes Monster, das nur an sich selbst denkt. Doch Jan glaubt an Laura und mit immer größerer Verzweiflung setzt er seine Suche fort.

Dieser Thriller versteht es zu fesseln. Fast wie in einem schnell geschnittenen Film wird man durch die Handlung getrieben, so dass man kaum zu Atem kommt. Doch man bekommt auch den ein Eindruck, dass diese Schnelligkeit zu einer gewissen Oberflächlichkeit geführt hat. Da werden die Charaktere so eindeutig gezeichnet, dass ihnen ein wenig Vielschichtigkeit fehlt und Momente, die dem Roman mehr Tiefe verleihen könnten, werden dem Tempo geopfert, das in dem Buch vorherrscht. Zwar ein spannender Roman, der allerdings keinen dauerhaften Eindruck hinterlässt.


3 Sterne (🐳🐳🐳)

Der Schock von Marc Raabe
ISBN: 978-3-8437-0452-6


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